Neuseeland

Einmal Europa komprimiert, bitte!

„Die Landschaften von Neuseeland scheinen geradewegs aus einer Filmkulisse oder einem Bildband hierher versetzt zu sein. Die Natur ist schlicht und einfach atemberaubend und man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.“ Lonely Planet

Für uns ist mit der Reise nach Neuseeland ein langjähriger Wunsch in Erfüllung gegangen. Gerade die Ruhe und Einsamkeit, die unberührte Natur und die vielen Möglichkeiten, auch mal seine Grenzen zu überwinden, machten für uns den Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Wir nutzten die Weihnachtszeit für unsere Reise. Weihnachtsgefühle kamen für uns kaum auf. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass natürlich auch die Einheimischen die Ferienzeit nutzen und es gerade über die Feiertage zu vollen Campingplätzen, Restaurants, etc. kommen kann. Zumindest für diese Tage sollte man rechtzeitig reservieren. Am 1. Weihnachtsfeiertag sind alle Geschäfte und Restaurants geschlossen.

Da inzwischen doch einige Jahre ins Land gegangen sind, habe ich größtenteils die Hinweise zu Campingplätzen weggelassen, um keine falschen Informationen zu verbreiten.

Reisedauer: 5,5 Wochen
Reisezeit:     Dezember – Januar

Unsere Route:

Christchurch

Ankunft in Christchurch: Aufgrund eines Erdbebens 2011 und der beschwerlichen Aufbauarbeiten haben wir uns einen weiteren Besuch in der Stadt erspart. Nach Empfangnahme des Campers und dem Aufstocken unserer Lebensmittel machten wir uns bereits auf den Weg Richtung Mt. Cook.

Lake Tekapo

Am Lake Tekapo sollte man bei schönem Wetter ruhig etwas Zeit zum bummeln oder einfach nur staunen einplanen. Die unglaubliche Blütenpracht, unterstützt von einem ganz intensiven Duft, und das Türkis des Sees suchen seines Gleichen. Hier gibt es auch Cafés und Restaurants mit einem wunderbaren Seeblick.

Auf der weiteren Fahrt gelangt man durch das Merino-Schaf-Gebiet zum Lake Pukaki, dessen Türkis das bisher Gesehene noch einmal toppt. Bei gutem Wetter lassen sich hier jede Menge Wassersportarten durchführen. Ganz in der Nähe werden auch die bekannten Fotos der Firma Icebreaker geshootet.

Im Mt. Cook Visitor Center kann man sich über mögliche Wanderungen informieren, das Sir Edmund Hillory Museum besuchen, oder eins der Restaurants besuchen. 

Strecke: 300 km

Mount Cook

Aufgrund der Wettervorhersage haben wir uns für eine 3-stündige Wanderung zum Hooker Gletscher entschieden. Der Weg führte uns über Hängebrücken, immer am Fusse des Mount Cook entlang. Auf dem Gletschersee befanden sich einige pittoreske Eisschollen. Hätte die Sonne geschienen, wären es malerische Anblicke gewesen.

Nachdem die ersten Regentropfen gefallen sind, machten wir uns auf in Richtung Dunedin. Leider konnten wir keinen Abstecher zu den Clay Cliffs unternehmen, da die Anfahrt mit dem Camper kaum möglich ist. Die bizzare Mondlandschaft lädt zum klettern und kraxeln ein.

Die Maori Felsmalereien waren für uns etwas unspektakulär, es hatte eher den Anschein, als hätten sich ein paar Kids verewigt. Viel interessanter waren dagegen die Elephant Rocks. Die ungewöhnlichen Felsformen mitten auf einer Weide lassen der Fantasie jeglichen Freiraum.

Zwischen Oamaru und Dunedin haben wir aufgrund des schlechten Wetters keinen Stopp eingelegt. Laut den Reiseführern gibt es noch die eine oder andere Möglichkeit, sich etwas anzuschauen.


Alternative:
 Wanderungen
Tipp 1: In der Gegend um Twizel wurden einige Szenen von „Herr der Ringe“ gedreht.
Tipp 2: Von den Elephant Rocks lohnt sich die kleine Strasse Richtung Oamaru zu fahren, da sie landschaftlich reizvoller als die normale Hauptstrasse ist.

Strecke: 350 km

Dunedin / Kaka Point

Der Tag began mit einem Bummel durch Dunedin, inkl. Icebreaker Shopping. Besonders sehenswert ist sicherlich der historische Bahnhof, ab dem täglich historische Zugfahrten in die Umgebung angeboten werden. Auch die steilste Strasse der Welt, die Baldwin Street, sollte man einmal hoch gelaufen sein.

Weiter ging es auf die Halbinsel Otago zum Larnach Castle. Abgesehen davon, dass man einen tollen Blick auf die Bucht von Dunedin hat, ist das Gebäude wohl eher etwas für Schloss- und Gartenliebhaber. Ebenfalls haben wir uns die Albatros- und Pinguin-Farm gespart. Pinguine können an anderen Stellen kostenfrei beobachtet werden.

Bei schönem Wetter lohnt sich am Kaka Point ein Strandspaziergang oder sogar eine Abkühlung im Meer.
Auf jeden Fall sollte man sich einen Abstecher zum Nugget Point nicht entgehen lassen. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Leuchtturm kommt man an schroffen Felskanten und windschiefen Bäumen vorbei. Man benötigt nicht viel Glück, um Pelzrobben und See-Elefanten beim Sonnenbad zu beobachten. Mit den Gelbaugen-Pinguinen sieht es da schon etwas anders aus. Da hat man wohl eher nachmittags Erfolg.

Strecke: 126 km

Curio Bay

Auf der Weiterfahrt haben wir leider das Jack’s Blowhole verpaßt. Es ist ein 55m tiefes Loch, das über einen 200m langen Tunnel mit dem Meer verbunden ist. Stattdessen wurden wir beim Florence Hill Lookout mit einer tollen Sicht aufs Meer belohnt.

Empfehlenswert sind auch die Cathedral Caves, die nur 2 Stunden vor und nach der Ebbe zu begehen sind. Sie bestehen aus mehreren Höhlen mit teilweise bis zu 30m hohen Grotten.

Nachmittags lohnt sich auch ein Besuch der McLean Falls. Nach ca. 15 Minuten Fußmarsch durch einen Märchen-Wald mit moosbewachsenen Bäumen und dichtem Gestrüpp gelangt man an den 100m hohen Wasserfall, der sich in 5 Stufen in die Tiefe stürzt. Bei Sonnenschein treffen nachmittags die Strahlen genau auf die größte Fallstufe.

In der Porpoise Bay kann man mit etwas Glück neben ein paar abgehärteten Surfern Hector-Delphine beobachten, die zwischen November und April ihre Jungen hier großziehen.

Gleich neben der Bucht liegt auf einer Landnase der Campingplatz Curio Bay, der nicht nur romantisch in Schilf eingebettet ist, sondern einen idealen Aussichtspunkt auf die Porpoise und Curio Bay bietet. Am zeitigen Abend hatten wir das Glück, Gelbaugen-Pinguine zu beobachten.

Campingplatz: Curio Bay Camping Ground
– auf einer Landnase zwischen Porpoise und Curio Bay
– Stellplätze sind durch Schilf abgetrennt, sehr ruhig
– Duschanlagen, Strom und ein kleiner Shop vorhanden
– versteinerter Wald (170 Mio Jahre alt)
– Gelbaugen-Pinguine, Seelöwen und Delphine
– für uns mit der schönste und romantische Campingplatz auf der Reise

Strecke: 85 km

Slope Point/ Clifden/ Lake Manapouri

Ca. 16 km von Curio Bay entfernt, liegt der südlichste Punkt der Südinsel Neuseelands – Slope Point.
Faszinierend waren die windzerzausten Bäume und Grasbüschel, die wie eine riesige Schafherde aussahen. Achtung, es kann hier wirklich sehr stürmisch sein!

Invercargill haben wir persönlich nur zum Tanken und Kühlschrank auffüllen genutzt. Ansonsten ist es eine auf dem Reißbrett entstandene Stadt, die wenig Reiz auf uns ausgeübte. Stattdessen fuhren wir weiter Richtung Fjordlands und machten einige Stopps an der Küste – Natur pur!

In der Nähe von Clifden bietet sich für Abenteurer und Höhlenforscher die Möglichkeit, unerschlossene Höhlen auf eigene Faust zu erkunden. Stirn- und Taschenlampen sind zwingend erforderlich. Die Tour dauert ca. 45 Minuten, teilweise muss man kriechen oder durch brusthohes Wasser waten. Spaß und Adrenalin sind vorprogrammiert.

Das Tagesziel galt dem Lake Manapouri. Hier hatte dann auch die Sonne ein Einsehen mit uns und bescherte uns einen wunderschönen Abend am See mit Wein und Spagetti Bolognese.

Campingplatz: Manapouri Motorhome & Caravan Park
– direkt am See gelegen, nur durch eine wenig befahrene Strasse getrennt
– Stellplätze zwischen Bäumen gelegen, teilweise mit Blick auf den See
– guter Ausgangspunkt für Touren in den Doubtful Sound
– auf Wunsch kann man sich direkt am Campingplatz abholen lassen

Strecke: 210 km

Doubtful Sound

Es hieß, zeitig aufstehen, denn 8:00 Uhr legte das Boot am Pearl Harbour in Manapouri ab. Quer über den See, der oft als schönster Alpensee Neuseelands bezeichnet wird, steuerte das Boot als erstes die Manapouri Power Station an, die in den 60iger Jahren fertiggestellt wurde.

Das größte Wasserwerk des Landes wurde am westlichen Ende des Sees errichtet und befindet sich größtenteils unter der Erde. Per Bus läßt sich das Werk unter Tage besichtigen. Der erste Eindruck: Hier sieht’s aus wie in einem James Bond Film.

Anschließend ging es per Bus über die wohl teuerste Strasse der Welt Richtung Doubtful Sound. Diese Strasse wurde extra für das Wasserwerk gebaut, das gesamte Baumaterial wurde per Schiff über das Meer durch den Doubtful Sound transportiert.

Der Doubtful Sound ist mit seinen 40km Länge der zweitgrößte Fjord Neuseelands. Flankiert wird er durch unzählige Wasserfälle, teilweise bis 600m Fallhöhe, die vor allem an Regentagen eindrucksvoll zum Vorschein kommen.

Der Ausflug nimmt fast den ganzen Tag in Anspruch. So haben wir eine weitere Nacht am Lake Manapouri verbracht.

Tipp 1: Regenfeste Kleidung nicht vergessen: Einerseits kann das Wetter schlagartig wechseln und man möchte die tolle Bergwelt vielleicht nicht nur durch die Scheibe bewundern, anderseits fährt das Boot gern auch einmal direkt unter einen Wasserfall.

Tipp 2: Man kann natürlich einen kleinen Teil des Sees per Kajak erkunden, oder sich auf verschiedenste Wanderungen begeben.

Milford Sound

Vom Lake Manapouri fuhren wir nach Te Anau, um uns für Aktivitäten vor Ort zu informieren.

Wer sich für den Milford Track interessiert, sollte entweder schon sehr zeitig buchen (ab Mai des jeweiligen Jahres buchbar), oder kurzfristig regelmäßig die Website des DOC besuchen, da immer einmal wieder Plätze frei werden.

Wir hatten wahnsinnig viel Glück und haben noch 2 Plätze für die 4-tägige Wanderung – Natur und Erholung pur auf 55 km – ergattern können.

In Te Anau lassen sich in verschiedenen Outdoor-Läden Rucksäcke, Schlafsäcke, Kochgeschirr etc. ausleihen. Ebenfalls gibt es einen Supermarkt speziell für Backpacker und deren Verpflegungs-Ansprüche.

Nicht umsonst gilt der Milford Track zu den „1.000 things you must have seen before you die“. Kristallklare Bäche und Flüsse, schneebedeckte Bergkuppen, ein Märchenwald und unendliche Ruhe…alles, was ein Wanderherz höher schlagen lässt. Das ist auf jeden Fall ein Highlight bei jeder Neuseeland Reise.

Achtung: für den Track ggfs einen Tag länger einplanen. Aufgrund der häufigen Regenfälle in der Gegend kann sich die Rückfahrt nach Te Anau um 1-2 Tage verschieben. Die Unterkunft (z.B. Milford Sound Lodge) wird durch den Veranstalter organisiert, zahlen muss man selbst.
Dringend starke Mittel gegen Sandflies einpacken!

 

Tipp: Natürlich lassen sich ab Te Anau weitere Ausflüge organisieren, so z.B. die Te Anau Glowworm Caves, Fjordland National Park Day Walks, Humboldt Falls, Milford Sound, etc. Der Milford Sound selbst lässt sich per Boot erkunden. Bei schönem Wetter ist das bekannteste Fotomotiv, der Mitre Peak, in seiner voller Schönheit zu bewundern. Auch warten einzelne Robbenkolonien auf die Fotosüchtigen.

Queenstown

Aufgrund der engen Strassen nach Te Anau, benötigt man etwas mehr Zeit, um mit dem Auto vom Milford Sound nach Queenstown zu gelangen. Allerdings entschädigt die Landschaft für alle Mühe.

Zwischen Te Anau und Queenstown sollte man immer wieder einmal einen Stopp an Neuseelands längstem See Lake Wakatipu einlegen. Es ist eine atemberaubende Gegend. Rund um den Lake Wakatipu wurden zahlreiche Motive für „Der Herr der Ringe“ aufgenommen.

Queenstown ist genau der richtige Ort für alle Adrenalin-Süchtigen und Partygänger. Hier tobt der Bär und ist nach 4 Tagen Einsamkeit während des Milford Tracks ein wahrer Kulturschock.

Zahlreiche Shops, Bars und Restaurants laden zum bummeln ein. Jetboot, Wasserski, Fallschirmsprünge, Mountain Bike Downhill und vieles mehr versprechen eine Menge Spaß.

Wir haben bei nzone Skydive einen Fallschirmsprung für den nächsten Tag gebucht. Bis auf die Damen am Counter war alles hochprofessionell.
Einen Fallschirmsprung in Neuseeland sollte man unbedingt gemacht haben! Bei 4.000m über dem Grund sprangen wir aus dem Kleinflugzeug, unter uns der Lake Wakatipu. Ringsherum ein grandioses Bergpanorama. Da ist schnell die anfängliche Angst vor dem Absprung vergessen.

Strecke: 300 km

Glenorchy

Nachdem sich der Adrenalinspiegel vom Fallschirmsprung wieder normalisiert hatte, machten wir uns auf den Weg nach Glenorchy, the gateway to paradise.

Auch diese Gegend lieferte Szenen für „Der Herr der Ringe“. Nomad Safaris bietet Jeep Touren zu den Drehorten an. Die schneebedeckten Berge zauberten wieder den „Wow“ Blick in unser Gesicht. Hier lohnt es sich, bei schönem Wetter ein paar Wanderungen zu unternehmen, z.B. ein Stück entlang des Routeburn Tracks. Oder Sie düsen mit Jetboats und Funyaks, aufblasbaren Kanadiern, auf dem wilden Gletscherfluss Dart River entlang.

Strecke: 130 km

Wanaka

Der nächste Ort unserer Reise war Arrowtown, eine ehemalige Goldgräberstadt, in der man noch heute das Flair des Goldgräberrausches spüren kann. Nette kleine Restaurants und Läden laden zum verweilen ein, man kann ein sehr schönes Museum besuchen, oder sogar einmal selbst auf Goldsuche gehen. Wir hatten allerdings weniger Glück.
Übrigens wurden auch am Arrow River Teile von „Der Herr der Ringe“ gedreht.

Noch mehr Goldgräberstimmung findet man im 15 km entfernten Macetown: Per Geländewagen-, oder Mountainbike-Tour, Fußmarsch oder Ausritt sicher ein Erlebnis.

Über die schmale und sich dahin schlängelnde Crown Range Road geht es über Cardrona nach Wanaka. Von der Strasse aus hat man noch einmal einen tollen Blick auf Queenstown. In Cardrona befindet sich ein Hotel, welches schon zu Goldgräber-Zeiten gut besucht war.

Wanaka ähnelt sehr Queenstown, der Ort ist nur etwas kleiner. Im DOC Center erhält man jede Menge Informationen zu Wanderungen und Radeltouren im nahegelegenen Mount Aspiring National Park oder an der Glendhu Bay. Auch Weintouren sollten an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Achtung: Das DOC, das Infocenter und die normalen Läden schließen hier bereits 17 Uhr. Der Supermarkt schließt 18 Uhr.
Auch sollte man hier unbedingt noch einmal tanken und Vorräte auffüllen, da man erst wieder in Haast teuer tanken kann.

Campingplatz: Lake Outlet Holiday Park
– sehr ruhige, weitläufige Stellplätze
– sehr sauber
– bester Blick auf See und Berge
– gute Ausgangslage für kleine Wanderungen
– Radlverleih

Strecke: 127 km

Knights Point/ Fox Gletscher

Am Lake Hawea lohnt es sich durchaus, einmal die Angel auszuwerfen. Aufgrund des Fischreichtums des Sees ist die Chance recht groß, eine Forelle oder einen Lachs zu fangen.

Auf die Südostseite des Mount Aspiring National Park erreicht man den kleinen Ort Makarora. Im DOC liegt die Broschüre „Walks along the Haast Highway“ aus, die eine Vielzahl gut ausgeschriebener Wanderwege in der näheren Umgebung beschreibt.
In Makarora selbst ist ein 30-minütiger Flug mit dem Kleinflugzeug über Siberia Experience buchbar, inklusive Bushwalk und Jetboat-Fahrt.

Wir haben den Blue Pool besucht, der jedoch aufgrund des Regens der letzte Tage eher etwas blaß aussah. Anschließend legten wir einen Stop am naturbelassenen Haast Beach ein.

Tipp: Am Haast Beach läßt es sich über Okuru nach Jackson Bay weiterfahren. Wanderungen in Lagunen sowie Besichtigungen von Pelzrobben und Dickschnabel-Pinguinen sind sicher lohnenswert. Aus Zeitgründen haben wir das allerdings ausgelassen.

Die Landschaft zwischen Haast und Fox Gletscher ist unglaublich schön und abwechslungsreich – dichte Wälder, wilde Strände und hohe Klippen. Besonders hervorzuheben sind hier der Knights Point mit einem wunderschönen Blick auf die Küstenlandschaft oder die Bruce Bay.

Wer sich auf Neuseeland z. B. mit einer Liebeserklärung verewigen möchte, hat an der Bruce Bay die besten Möglichkeiten. Unzählige weiße Steine wurden bereits beschriftet und zu so manchem „Schrein“ zusammen gebaut. Neben den Steinen findet man an diesem Strand jede Menge Treibholz. Für Künstler sicher ein Paradies.

Tipp: Wer sich für ein leckeres Abendessen auf dem Campingplatz wappnen möchte, kauft sich auf der Lachsfarm vor der Bruce Bay einen frischen Fisch. Wirklich sehr lecker.

An diesem Abend hatten wir sogar noch Zeit, uns den Fox Gletscher anzusehen. Bis zur Gletscherzunge kann man ohne Führer problemlos laufen. Weitere Wanderungen sind nur mit Bergführern möglich, buchbar über das DOC.

Tipp: Zwischen Fox und Franz-Josef Gletscher liegt der Gillespies Beach. Bei schönem Wetter sollte man sich den auf keinen Fall entgehen. Wir sind am nächsten Tag die 20 km vom Franz-Josef Gletscher noch einmal zurückgefahren. Die Aussicht war für uns ein absolutes Highlight der Reise!

Campingplatz: Franz Josef Rainforest Holiday Park
– guter Ausgangspunkt zum Franz-Josef Gletscher
– mitten im Regenwald gelegen
– sehr voll, aber durch Bäume und Sträucher abgetrennt
– SPA und Hot Pool in der Anlage

Strecke: 303 km

Franz-Josef Gletscher/ Gillespies Beach

Um den Touristenbussen zu entgehen, machten wir uns so früh wie möglich zum Franz-Josef Gletscher auf. Ab dem letztmöglichen Parkplatz ist es ein kleiner Morgenspaziergang bis zur Gletscherzunge. Man sollte ca. 1,5 Stunden hin und zurück einplanen. Rechts und links vom Regenwald eingesäumt, sieht man an den Felswänden deutlich die Schleifspuren des Gletschers.

Wer sich die Wanderung sparen will und trotzdem einen atemberaubenden Blick auf den Gletscher erhaschen möchte, kann auf den Parkplatz-nahen Sentimental Rock gehen.

Tipp: Auch kann man über das DOC verschiedene Wanderungen zum Gletscher buchen, oder auf eigene Faust die Gegend erkunden. Wer sich in die Lüfte erheben möchte, kann in der Nähe Hubschrauber-Rundflüge und Fallschirmsprünge buchen. Anbieter gibt es jede Menge.

Wir hatten an diesem Tag traumhaftes Wetter, sodass wir noch einmal zurück zum Fox Gletscher gefahren sind. Von der Hauptstrasse aus geht es zum Peak View Point.
Bei schönem Wetter ist dieser Platz ein absolutes Muss. Man hat von hier einen Ausblick auf saftige grüne Weiden, dahinter trohnt der Mount Cook, daneben schlängelt sich der Fox Gletscher zum Tal. Ein einmaliger Anblick.

Wer davon immer noch nicht genug hat, fährt auf der Schotterstrasse weiter bis zum Gillespies Beach. Die Strasse ist auch mit dem Wohnmobil gut passierbar. Am Gillespies Beach hat man die einmalige Aussicht auf Regenwald mit den schneebedeckten Bergen rund um den Mount Cook.

Am Beach selbst kann es sehr stürmisch sein. Überall findet man Treibholz und Steine, Steine, Steine.
Trotzdem lohnt sich eine kleine Wanderung zu der ehemaligen Goldgräber-Anlage. Es sind noch alte verrostete Maschinen zu sehen, die Gegend wird aber immer mehr von der Natur zurück erobert. Zwischen Strand und Regenwald blinzelt immer wieder der Mount Cook hindurch. Auch hier gibt es die Möglichkeit, Robben zu sehen.

Um an diesem Tag trotzdem etwas voranzukommen, sind wir bis hinter Ross zum Lake Mahinapua gefahren und haben da übernachtet.

Campingplatz: Lake Mahinapua DOC
– direkt am See gelegen
– schöner ruhiger Platz, aber sehr einfach
– keine Dusche, aber Toiletten und Spülbecken

Strecke: 203 km

Pancake Rocks

Hokitika ist eine alte Goldgräberstadt und bekannt dafür, dass man in zahlreichen Shops Jade- und Glaskunstwerke kaufen kann. Ansonsten gibt es hier die Möglichkeit, wieder in einem großen Supermarkt einkaufen zugehen.

Tipp: Es gibt die Möglichkeit, nach Hokitika zum Arthur’s Pass abzubiegen, die höchste der drei Passstraßen. Wir haben den Pass aus Zeitgründen ausgelassen.

Unser Weg führte weiter entlang der Küste bis nach Punakaiki, die Pancake Rocks. Besonders bei Flut bietet sich ein Schauspiel, welches seines Gleichen sucht. Fontänen schießen durch einzelne Felsspalten hindurch, wie übereinander gestapelte Pfannkuchen liegen die Felsen im Meer.
In der Umgebung gibt es wieder eine interessante Walks und Tracks, unter anderem führt ein Weg zu den Punakaiki Cavern, einer Glühwürmchen-Höhle. Leider haben wir nur ein Glühwürmchen gesehen.

In Cape Foulwind haben wir uns im Café The Bay House an der Tauranga Bay einen Lunch gegönnt. Auch wenn man keinen Hunger hat, sollte auf jeden Fall ein Getränk möglich sein, um die Aussicht auf die Bay und die Surfer zu genießen. Ohne große Mühe kann hier eine Robben-Kolonie beobachtet werden. Teilweise gibt es da ganz schöne Kolosse.

Unweit der Robben-Kolonie liegt Carters Beach und ein Campingplatz. Hier hatten wir das erste Mal Gelegenheit, am Strand etwas zu chillen. Ganz ohne Sandflies.

Campingplatz: Westport Seal Colony Holiday Park
– ruhig, in der Nähe des Meeres
– das Meer ist zu Fuß erreichbar
– saubere Anlage
– kann aber eng werden, wenn der Platz ausgebucht ist

Strecke: 185 km

Abel Tasman Nationalpark

Aufgrund des Wetters haben wir uns beeilt, in den Abel Tasman Nationalpark zu gelangen. Wir wollten endlich einmal richtig baden gehen – Sonne und Strand geniessen, ohne Wind, Regen oder Sandflies.

Unterwegs gibt es einige Wandermöglichkeiten und Aussichten. An der Buller Gorge Swingbridge gelangt über man über eine 110m lange Hängebrücke, mit einem tollen Ausblick in die Buller Schlucht, in einen kleinen Dschungel. Auch hier kann man etwas wandern gehen, zwischen 15 und 60 Minuten. Alternativ stehen Angebote zum Jet Boat fahren oder zum Gold schürfen zur Verfügung. Wer will, kann mit dem Flying Fox wieder zurück Richtung Parkplatz sausen.

Ein kurzer Abstecher zum Lake Rotorua lädt zum rasten und wandern ein. Auch Wassersportmöglichkeiten bieten sich an. Ringsherum schneebedeckte Berge.

Für uns ging es jedoch geradewegs nach Marahau, im Abel Tasman Nationalpark gelegen. Im Ort selbst haben wir uns für einen zweitägigen Kajak-Trip angemeldet (Abel Tasman Centre) , mit Übernachtung auf einem Hausboot. Gleich gegenüber der Kajak-Verleihstation gibt es einen Campingplatz. Man kann auch in der Nähe das Auto für mehrere Tage parken, wenn man mit dem Kajak unterwegs ist.

Achtung: Ab 25.12. verbringen sehr viele Neuseeländer ihren Urlaub im Abel Tasman NP. Die Campingplätze sind alle überfüllt. Übernachtungsmöglichkeiten während der Tracks sind ausgebucht.

Strecke: 275 km

Kayaking im Abel Tasman Nationalpark

Der zweitägige Ausflug mit dem Seekajak galt für uns als ein weiteres Highlight auf unserer Reise. Nach der Einweisung in die Handhabung des Kajaks wurden wir mit Traktoren zum Meer gebracht.
Dann ging es immer entlang der Küste. Aber jede Einweisung hilft nichts, wenn die Armkraft fehlt. Zum Glück gibt es jede Menge größere und kleinere Sandbuchten für eine Pause.

In der Bucht, in der das Hausboot lag, gibt es auch einen Campingplatz. Wir wählten allerdings etwas Luxus und entschieden uns für das Hausboot. Abends gab es leckeres Barbecue und morgens ein reichhaltiges Frühstück. Einzig die Kojen waren sehr schmal, eng und dunkel.

Am nächsten Tag entdeckten wir Rochen, kleine Pinguine und Robben. Es gab tolle Buchten mit weißen Sandstränden, Palmen und türkisfarbenem Wasser – nur bei Ebbe erreichbar, z.B. die Moskito Bay. Mit etwas Glück ist man ganz allein am Strand.

Am nächsten größeren Strand wird man zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem Wassertaxi abgeholt und zurück geht es nach Marahau.

Tipp: Es gibt die Möglichkeit, entlang der Küste zu wandern und unterwegs zu campen, oder den Hinweg mit dem Kajak und Rückweg zu Fuss zurückzulegen. Damit erlebt man die Gegend natürlich noch intensiver. Man muss dann jedoch ca. 4-5 Tage planen.

Da uns der Campingplatz in Marahau nicht besonders gefallen hat, sind wir nach Kaiteriteri weitergefahren und haben da übernachtet.

CampingplatzKaiteriteri Beach Motor Camp
– unmittelbar am Strand, nur durch eine Strasse getrennt
– man steht auf einer Wiese
– sehr groß, und sehr voll, gerade um die Weihnachtszeit

Strecke: 8 km

Nelson

Auf der Weiterfahrt nach Nelsen haben wir nur einen Stopp eingelegt, um frisches Obst zu kaufen. Überall gibt es Stände mit leckeren Erdberren, Johannisbeeren…alles, was das Herz begehrt.

Tipp: In der Gegend rund um Nelson kann man Weinanbaugebiete besuchen. Bei dem guten Wein Neuseelands ist das sicher eine Option.

Nelson ist eine hübsche kleine Stadt, ideal zum bummeln und flanieren – viele kleine Restaurants und Bars, kleine Geschäfte und Läden. Zu Weihnachten treffen sich abends die Einwohner und Touristen an einem zentralen Platz, um gemeinsam Lieder zu singen. Für uns kamen hier das erste Mal Weihnachtsgefühle in diesem Jahr auf.

Der Strand von Nelson ist verglichen mit Abel Tasman eher fad und sehr, sehr flach. Man muss sehr weit ins Meer hineingehen, damit das Wasser tiefer wird.

Unser Weihnachtsessen gab es im Boat Shed Café. Ein 5-Gänge Menü, Fisch und Fleisch gemischt – ein kulinarisches Highlight. Man sollte jedoch vorher reservieren, da das Restaurant sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Gästen sehr beliebt ist.

Campingplatz: Tahuna Beach Holiday Park
– ein riesiger Park, sehr weitläufig
– sehr nah am Strand gelegen, etwas außerhalb der Stadt
– in der Nähe des Flughafens von Nelson, nachts ist es ruhig
– sehr sauber

Strecke: 90 km

Picton / Queen Charlotte Track

Die Wanderung – der Queen Charlotte Track – dauert 4 Tage. Allerdings kann man auch Abschnitte des Tracks wählen…der schönste Abschnitt liegt zwischen Ship Cove und Furneaux Lodge.

Wir sind mit dem Boot von Picton aus über den Queen Charlotte Sound zur Resolution Bay gefahren – eine Station vor Ship Cove. Von da aus ging es 10 km am Sound entlang bis zur Furneaux Lodge. Der Weg führt durch Regenwald und Farne, mit wundervollen Blicken auf den Sound.

Die Furneaux Lodge bietet Übernachtungsmöglichkeiten, man kann aber auch nur einen kleinen Snack zu sich nehmen, um die Wartezeit auf das Boot nach Picton zu verkürzen.

Abends ging es noch in den Yachthafen zum Muscheln essen – Greenlip Muscheln sind eine Spezialität in den Marlborough Sounds.

CampingplatzWaikawa Bay Holiday Park
– überschaubarer Campingplatz, nicht sehr groß
– etwas außerhalb von Picton, in der Nähe des Sounds
– sehr sauber und sehr nette Inhaber

Strecke: 140 km

Sawcut Gorge / Kaikoura

Den letzten Tag verbrachten wir in Blenheim, da wir eine Autopanne hatten. Nachdem uns ein neues Fahrzeug gebracht wurde, machten wir uns Richtung Kaikoura auf. Ca. 50 km hinter Blenheim, am Waima River/ Ure River geht rechts eine Schotterstrasse zur Sawcut Gorge ab.

Mit dem Auto fährt man eine lange Schotterstrasse, bis der Weg an einem Parkplatz und einem Haus endet. Von da aus geht man ca. 1,5 Stunden bis zur schmalen Öffnung der Sawcut Gorge.
Die Sawcut Gorge ist eine Klamm, die nur bei Niedrigwasser besucht werden konnte. Anfangs lief man durch ein weiteres Flussbett immer flussaufwärts. Die Schlucht wird schnell schmaler und enger, sodass man teilweise nur noch durch knietiefes Wasser laufen und über Felsblöcke klettern musste. Allerdings gab es in den letzten Jahren in der Gegend ein Erdbeben. Der Besuch der Gorge war verboten. Ob es in der Zwischenzeit wieder möglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wer bisher wenig Glück mit der Beobachtung von Robben und Seelöwen hatte, kommt am Ohau Point garantiert auf seine Kosten. Gerade, dass die Robben nicht über die Strasse springen. Direkt an der Küsten gibt es riesige Kolonien. Sie sind nicht zu verfehlen, schon allein wegen der vielen parkenden Autos am Strassenrand. Hier gibt es auch die Möglichkeit der Übernachtung auf einem freien Stellplatz.

An den zahlreichen Ständen und in den Restaurants unterwegs werden Langusten –  „Cray-Fish“ – recht günstig angeboten. Soll wohl in der Gegend eine Spezialität sein.

Kaikoura ist bekannt für Delfinschwimmen, Wal- und Albatross-Beobachtungen. Dementsprechend überfüllt ist der Ort und schnell ausgebucht sind die Ausflüge.
Tipp: Reservieren Sie frühzeitig (mehrere Tage vorher) Ihren Ausflug. Aus eigener Erfahrung war eine kurzfristige Stornierung problemlos und ohne Kosten möglich.

Strecke: 160 km

Hanmer Springs

Den letzten kompletten Tag haben wir nur mit der Rückfahrt nach Christchurch verbracht.
Im alpinen Kurort Hanmer Springs lassen sich verschiedene Wanderungen unternehmen. Erholen kann man sich dann in den heißen Thermalquellen.

Auf dem Weg nach Hanmer Springs kommen Sie an der eindrucksvollen Waia Ferry Bridge vorbei, an der Sie nochmals den Adrenalinspiegel beim Bungee Jumping in die Höhe jagen können. Das Adventure Center Hanmer Springs Attractions bietet zudem White Water Rafting, Quad Biking und Jetboating an.

In Christchurch haben wir unseren Camper abgegeben. Für die Abgabe sollte etwas Zeit eingeplant werden. Je nachdem, wieviele Camper gerade abgegeben werden, kann die Rückgabe eine Stunde oder länger dauern.

Von Christchurch aus ging es erst einmal für 6 Tage auf die Fiji Inseln, um die bisherigen Eindrücke zu verarbeiten und einmal etwas Pause zumachen.

Alternative Reiseroute:
Der Camper kann auch in Christchurch abgegeben werden. Von Christchurch aus gibt es eine Zugverbindung nach Picton. Von hier kann man die Fähre nach Wellington besteigen und in der Hauptstadt wieder ein Fahrzeug mieten.
Damit lassen sich die hohen Einweggebühren und Fährkosten für den Camper vermeiden.

Strecke: 190 km

Fiji Inseln

Wir haben uns nach knapp 4 Wochen Rundreise auf der Südinsel einen Urlaub vom Urlaub gegönnt. So sind wir von Christchurch aus nach Fiji geflogen und haben im Süden der Hauptinsel (Pacific Harbour) eine Woche pausiert.

Im Hotel Pearl verbrachten wir Silvester, genossen das gute einheimische Essen und ließen uns des öfteren massieren. Eine ideale Abwechslung zu unserem Camperurlaub in Neuseeland.

Nach 3 Tagen wurde uns allerdings doch etwas langweilig. So entdeckten wir an 2 Tagen die Unterwasserwelt des Eilands. Besonderes Highlight waren die Shark-Dives.
Die Guides von Aqua Trek füttern die Haie mit Thunfischen-Köpfen an. Man selbst ist ca. 5-7 m davon entfernt, ohne Gitter. Nach anfänglichem mulmigen Gefühl war es dann aber ein einmaliges Erlebnis, die riesigen Bullsharks direkt vor sich zusehen. Man ist schon fast in eine Art Rausch verfallen.

Wer Urlaub auf den Fiji Inseln verbringen möchte, sollte rechtzeitig das Hotel buchen. Gerade über Silvester sind die Hotels von den Australiern belegt.
Auch die Hauptinsel ist nicht das, was man sich unter Fiji vorstellt. Eventuell muss man in den sauren Apfel beissen und an den 3-Stunden-Flug von Auckland aus einen weiteren Kurzflug auf die kleinen Inseln anhängen. Dann erlebt man vielleicht auch das Südsee-Feeling.

Von Fiji aus ging es zurück nach Auckland, wo wir die restlichen Tage auf der Südhalbkugel verbrachten. Das kurze Päuschen hatte uns sehr gut getan und unsere Wander- und Entdeckerlust wieder erweckt.

Huka Falls/ Lake Taupo/ Tongariro National Park

Nach den 6 Tagen Strandurlaub war wieder unsere Entdecker- und Wanderlust erwacht. Der Rückflug von Fiji nach Auckland war frühzeitig, sodass wir ausreichend Zeit hatten, von Auckland aus mit dem Mietwagen in den Tongariro National Park zu fahren.

Über einen kleinen Umweg kamen wir an den Huka Falls vorbei. Der 100 m breite Waikato River verengt sich hier auf 15 m. Durchschnittlich 140.000 Liter Wasser stürzen sich pro Sekunde die Felsen hinab. Es ist ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Der nächste Stop galt dem Lake Taupo. Der See entstand bei einer riesigen Vulkaneruption im Jahr 186 nach Christus. Der kesselförmige Vulkankrater füllte sich mit Wasser und ist ein beliebtes Wassersport- und Angelrevier.

Tipp: Werfen Sie einmal einen Stein ins Wasser. Er ist unheimlich leicht und schwimmt…dabei handelt es sich um Tuff, direkt aus den benachbarten Vulkanen.

Vom Lake Taupo aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Vulkankegel des Tongariro Nationalparks. Es handelt sich dabei um die Vulkane Tongariro (1968 m), Ngauruhoe (2291 m) und Ruapehu (2797 m).
Der Ngauruhoe ist wohl der markanteste Vulkankegel und vor allem der jüngste. Aber so richtig bekannt wurde er wohl erst als Schicksalsberg aus „Der Herr der Ringe“.

Die gesamte Gegend ist vulkanisch noch sehr aktiv. Erst zwei Monate vor unserem Besuch, ist ein kleiner Vulkan ausgebrochen und rauchte auch noch, als wir ankamen. Dadurch war ein komplettes Tongariro Alpine Crossing leider nicht möglich.

Übernachtung: The Park
– direkt im National Park Village gelegen
– guter Ausgangspunkt mit Transfermöglichkeit zum Tongariro Crossing
– sehr sauber, ruhig und toller Blick auf den Mt. Ngauruhoe
– im Restaurant nebenan sollte man unbedingt gekochtes Lamm probieren. Auch als Nicht-Lamm-Fan waren wir absolut begeistert

Strecke: 310 km

Tongariro Crossing

Mit dem Shuttle ging es ab der Lodge zum Mangatepopo Parkplatz. Ab hier geht das Alpine Crossing los. Aufgrund der Vielzahl der Besucher dürfen hier nur Shuttles parken. Es ist kein öffentlicher Parkplatz.
Zwei Monate vor unserer Reise ist das letzte Mal ein Vulkan ausgebrochen. So war es leider nicht möglich, die rund 20 km quer durch das Vulkangebiet zu wandern und am anderen Ende wieder abgeholt zu werden. Wir konnten bis zu den Emerald Lakes und den gleichen Weg wieder zurückgehen. Zu abgesprochenen Zeiten wurden wir an dem Parkplatz wieder abgeholt.

Der Weg bescherte uns einen fantastischen Ausblick auf den Mt. Ngauruhoe (Schiksalsberg aus „Der Herr der Ringe“), den Mt. Tongariro, den Mt. Ruapehu (der aktivste und höchste Vulkan, ein beliebtes Skigebiet) und den Mt. Egmond (ganz in der Ferne, nur sichtbar, wenn man ab zu den Blick zurück schweifen läßt).

Die Tour führte uns direkt am Mt. Ngauruhoe vorbei. Es ist möglich, auf ihn hinaufzusteigen. Allerdings sollte man ca. 3 Stunden einplanen.
Für uns ging es weiter durch den South Crater, der an eine Marslandschaft erinnert, fehlte nur die Curiosity.
Zum Red Crater ging es steil bergauf, aber so hat man die Möglichkeit, in den Crater hinzusehen. Der Name hält, was er verspricht. Von da aus gibt es auch einen Weg zum Tongariro Vulkan.

Wir sind bis zu den Ermald Lakes gelaufen. Herrlich türkis-schimmernde Seen, die in der kargen Gegend wie Smaragde aussehen. Überall steigen Dämpfe aus.

Den Sonnenuntergang haben wir in der Whakapapa Ski Area beobachtet. Es ist ein Skigebiet unterhalb des Mt. Ruapehu. Aber wir aus Europa sind da sicher etwas verwöhnt, was Skigebiete angeht. In dieser kargen Gegend wurden auch Szenen aus „Der Herr der Ringe“ gedreht. Besonders schön ist der Anblick des Mt. Ngauruhoe.

Im National Park Village gibt es eine Schnaps Bar mit einer legendären gekochten Lammhaxe (Lambshank). Es ist eine riesige Portion und sensationell lecker! Ein echter Geheimtipp.

Rotorua / Hobbiton

Frühzeitig brachen wir im Tongariro National Park auf und fuhren Richtung Rotorua. Wir machten einen Stop beim Park Te Puia. Hier findet man alles an einem Fleck – 25 m hohe Geysire, blubbernde Schlammlöcher, brodelnde Wasserlöcher – einfach beeindruckend.

In dem Park hat man auch die Möglichkeit, die Lebensweise der Maori etwas besser kennenzulernen. Und wem das Glück bisher nicht hold war, dem wird hier die Gelegenheit gewährt, endlich einen echten Kiwi zu sehen.

In der ganzen Gegend rund um Rotorua befinden sich Thermalquellen und -bäder. Leider hatten wir keine Zeit, diesen Verlockungen nachzugeben. Denn uns zog es noch nach Matamata.

Matamata liegt eigentlich mitten in der Pampa und normalerweise verirrt sich wohl kaum ein Tourist in diese Gegend. Dies änderte sich in den letzten Jahren. Denn hier ist die Original-Kulisse von Hobbiton aus „Der Herr der Ringe“.
Der Eintritt ist sehr teuer, aber wenn man schon mal da ist, zahlen wohl die Meisten den Eintritt. Die Tour dauert ca. 2 Stunden und für uns hat sich der Ausflug gelohnt.
Man sieht sämtliche Eingänge und Löcher der Hobbits. Das Haus von Frodo und Bilbo sowie das von Sam. Es ist alles liebevoll angelegt, vor jedem Hobbitloch gibt es einen kleinen Garten, ein großer Gemüsegarten befindet sich in der Mitte der ganzen Anlage.
Tourguides geben einige Stories während der Dreharbeiten zum Besten. Für uns nochmals ein Highlight der Reise.

Abends ging es noch nach Auckland. Bei einem guten Abendessen an der Hafenpromenade von Auckland ließen wir unseren Urlaub ausklingen.

Strecke: 460 km